Erdwärme ist im Boden gespeicherte Energie in Form von Wärme. Die Erde verfügt über riesige Mengen an Energie. Mann schätzt, dass die in der Erde gespeicherte Energie den heutigen Energiebedarf für 100.000 Jahre abdecken könnte. Diese Wärme entsteht durch die Einstrahlung der Sonne, durch Abstrahlung aus dem innersten Kern der Erde (dort herrschen Temperaturen von 5000 - 6000 °C) sowie durch einen natürlichen radioaktiven Zerfallsprozess. Die Erdwärme gehört zu den erneuerbaren Energien, weil bei Ihrer Nutzung weder natürliche Ressourcen verbraucht werden, noch CO² ausgestoßen wird.
Im Zusammenhang mit dem Beheizen von Gebäuden wird (fast) immer die oberflächennahe Geothermie (Energie, die in den obersten Erdschichten bis 400 Meter oder dem Grundwasser gespeichert ist) verwendet. Dabei werden die relativ geringen Temperaturen mittels Wärmepumpe angehoben. Um die Erdwärme aus dem Erdreich zu nutzen, werden meistens Erdkollektoren oder Erdsonden verwendet. In beiden Fällen wird ein Trägermedium durch Rohrleitungen im Erdreich gepumpt, welches sich dort erwärmt. Eine Wärmepumpe entzieht dem Trägermedium dann die aufgenommene Erdwärme und macht diese zum Heizen nutzbar. Das abgekühlte Trägermedium wiederum wird wieder in das Rohrsystem im Boden gepumpt, erwärmt sich und der Kreislauf beginnt von vorn.